Christusträger Bruderschaft

Bruder Felix Schricker

Seit Juni 2025 bin ich im Noviziat am Standort Ralligen. Ich freue mich, wenn unsere Gäste Jesus Christus begegnen.

Bruder Felix Schricker
  • Geburt: 1994 in Bayreuth
  • Beitritt: 2025
  • Beruf: Theologe
  • Arbeitsbereich: Hauswirtschaft, Gästebegleitung

Aufgewachsen bin ich mit zwei Brüdern im oberfränkischen Eisenbahnerort Neuenmarkt. Mein christliches Elternhaus und meine Kirchengemeinde haben mich entscheidend geprägt. Während einer Schüler-SMD-Freizeit traf ich die Entscheidung, Jesus Christus nachzufolgen. Seitdem durfte ich immer wieder erleben, dass vor allem ER seinen Weg mit mir gegangen ist.

Nach dem Abitur und einem Freiwilligen Sozialen Jahr in einer Reha-Suchtklinik auf Fehmarn begann ich 2013 mein Theologiestudium in Leipzig. Mein ursprünglicher Plan war es, Pfarrer in der Bayerischen Landeskirche zu werden. Im Studium wuchs die Freude an Gottes Wort und daran, es weiterzugeben, wie auch die Liebe zum Gottesdienst und zu seiner Kirche. Besonders prägend war für mich der „Theokreis Leipzig“, in dessen studienbegleitender Arbeit ich einen großen Teil meiner freien Zeit investierte. Dort konnte ich das an der Universität Gelernte gemeinsam mit anderen vertiefen und im Gebet vor Gott bewegen. Diese Gemeinschaft hat mein Studium erst fruchtbar gemacht.

Mein Studium verlief lange Zeit geradlinig. Gegen Ende hatte ich jedoch mit gesundheitlichen Herausforderungen zu kämpfen. Nach dem Studienabschluss wurde mir deutlich, dass das Pfarramt nicht mein Weg sein sollte. Stattdessen arbeitete ich zunächst in einer Projektstelle für Männerarbeit der Bruderschaft Liemehna und später als Studienassistent für den Theokreis Leipzig.

Schon länger war mir klar, dass ich zur Ehelosigkeit gerufen bin. Dass man diese Berufung in Gemeinschaft leben kann, hatte ich jedoch nie in Betracht gezogen. Im Sommer 2024 stieß ich auf der Suche nach einer kurzen Auszeit eher zufällig auf die Internetseite „Bruder werden“ der Christusträger. Der Gedanke Bruder werden ließ mich nicht mehr los. Ich nahm Kontakt zu Br. Thomas auf, der mich nach Ralligen einlud. Im März 2025 kam ich dann zunächst für „Kloster auf Zeit“ und begann schließlich am 21. Juni 2025 mein Noviziat. Dieser Weg ist für mich nicht selbstverständlich. Erst im Rückblick sehe ich dankbar, wie Gott mich in seiner Treue führt.

Im Gästehaus in Ralligen bin ich aktuell in der Hauswirtschaft für Sauberkeit und Ordnung verantwortlich und begleite darüberhinaus Gästegruppen u.a. mit Bibelarbeiten. Besonders schätze ich, dass Ralligen für viele Menschen zu einem heilsamen Ort geworden ist – einem Ort, an dem manche vielleicht zum ersten Mal dem lebendigen Jesus Christus begegnen. Ich sehne mich danach, dass Menschen den Ruf Christi in ihrem Leben neu hören und Heil erfahren durch den Gott, der sie voll Gnade und Barmherzigkeit ansieht. Das ist die beste Botschaft, die ich gemeinsam mit anderen weitertragen will.

Ein Bibelwort, das mich besonders in meiner Anfangszeit in Ralligen begleitet hat, steht in Psalm 18,33–34 (BasisBibel):

So ist Gott: Er schenkt mir Kraft 
und lässt meinen Weg vollkommen sein.
Meine Füße macht er flink wie Hirsche
und meine Tritte sicher auf Bergeshöhen.

Dieses Wort hat mir die Gewissheit gegeben, dass Gott noch etwas vorhat und mir die Kraft schenkt, die ich dafür brauche. Ich freue mich darauf und bin gespannt, was Gott mit seiner Kirche und auch mit den Christusträgern noch vorhat.